Welche Vermessungen benötige ich für mein Bauvorhaben?

In diesem Beitrag möchten wir Sie über die üblichen Vermessungen im Rahmen eines Bauvorhabens informieren.

Sie möchten auf einem Flurstück bauen, welches noch aufgeteilt werden muss ?

Dies kann zum Beispiel sein, wenn aus einer großen Wiese 2 Bauplätze entstehen sollen. In diesem Fall können wir Ihnen mit einer amtlichen Teilungsvermessung die Wiese in Bauplätze aufteilen.

Sie haben bereits einen „fertigen“ Bauplatz, auf dem Sie bauen möchten ?

Damit Ihre Architektin oder Ihr Architekt beziehungsweise Ihre Planerin oder Ihr Planer räumliche Informationen des Bauplatzes zur konkreten Planung des Bauvorhabens erhält, ist eine Vermessung notwendig. Diese Vermessung mit Erfassung der Lage sowie der Höhenverläufe des Flurstücks nennt man Lage- und Höhenplan und kann von uns ausgeführt werden.

Ist die Planung des Bauvorhabens abgeschlossen folgt als nächster Schritt der Bauantrag. In Rheinland-Pfalz ist dem Bauantrag ein Lageplan beizufügen, welcher unter anderem die Grundstücksgrenzen, die Höhenlage, die geplanten Gebäude mit Abstandsflächen und Grenzabständen sowie unterirdische Leitungen enthält. Diesen sogenannte Lageplan zum Bauantrag können wir für Sie erstellen.

Wurde der Bauantrag genehmigt können die Erdarbeiten beginnen. Um die Erdarbeiten des Tiefbauunternehmens örtlich einzuweisen, werden die Gebäudeecken mit Holzpflöcken markiert und die Höhenlage (zum Beispiel des Fertigfußbodens) durch Markierungen angezeigt. Ziel ist es, dass sich das Schotterplanum an der geplanten Lage sowie auf der geplanten Höhe befindet. Diese Markierung der Gebäudeecken sowie der Höhenlage nennt man Grobabsteckung und kann ebenso von uns durchgeführt werden.

Ist das Schotterplanum fertiggestellt kann das Fundament beziehungsweise die Bodenplatte erstellt werden. Damit das Fundament an der geplanten Lage erstellt werden kann, ist eine präzise Markierung und Einweisung notwendig. In der Regel werden hierzu die Gebäudeecken mit Erdnägeln im Schotterplanum oder die Gebäudeachsen mit Nägeln auf einem Schnurgerüst markiert. Diesen Arbeitsschritt nennt man Feinabsteckung, welcher wiederum von uns ausgeführt werden kann. Die genaue „Platzierung“ des Fundaments und des Gebäudes ist wichtig, da nur die im Bauantrag eingetragene Gebäudelage genehmigt ist.

Ist der Rohbau des Bauvorhabens abgeschlossen, so ist binnen eines Monats ein Antrag auf amtliche Gebäudeeinmessung bei einer öffentlichen Vermessungsstelle in Rheinland-Pfalz wie zum Beispiel in unserem Büro zu stellen. Der Rohbau ist fertig gestellt, wenn die tragenden Teile, Schornsteine, Brandwände, Treppenräume und die Dachkonstruktion vollendet sind (§ 78 Absatz 3 Satz 1 LBauO).

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